Der Weimarer Republik e.V.

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit

Die Weimarer Republik war Deutschlands erste Demokratie. Ihren Namen erhielt sie, weil sich 1919 die verfassunggebende Nationalversammlung in der Klassikerstadt traf. Damals herrschte Aufbruchsstimmung, viele Menschen verbanden mit der Demokratie die Hoffnung auf bessere Zeiten nach dem Ersten Weltkrieg. Doch es kam am Ende anders. Nur 14 Jahre bestand die Republik, ihr folgte mit der NS-Diktatur das finsterste Kapitel deutscher Geschichte. Trotz ihres frühen Scheiterns lohnt es, sich an die Weimarer Republik zu erinnern. Einige der damaligen Probleme sind erstaunlich aktuell und wir können wertvolle Lehren aus der Vergangenheit ziehen. Dieses Ziel verfolgt der Weimarer Republik e.V., der im Jahr 2013 von engagierten Bürgern gegründet wurde. Mit einer Reihe von Projekten und Veran-staltungen möchten wir dafür werben, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist. Vielmehr müssen wir sie täglich neu erkämpfen. Wir laden Sie herzlich ein, im Verein mitzuwirken. Besuchen Sie unsere Veranstaltungen und werden Sie Mitglied. Im Bereich "Mitmachen" weiter unten finden sie die Satzung des Vereins sowie eine Beitrittserklärung.

Unsere Projekte & Ziele

Wir möchten die Geschichte und Erfahrungen der Weimarer Republik aufarbeiten und für unsere heutige Demokratie nutzbar machen. Im Vorfeld des 100. Jahrestages der Natio-nalversammlung von 1919 bestehen dafür sehr günstige Voraussetzungen.

Mit attraktiven Veranstaltungsformaten bringen wir die Geschichte der ersten deutschen Demokratie den Menschen näher. Dazu gehören beispielsweise historische Stadtrund-gänge mit Schauspielern in Weimar.

Mit einer multimedialen Wanderausstellung gehen wir ab November 2015 auf Tournee durch Deutschland, um in zeit-gemäßer Weise über die Weimarer Republik zu informieren. Die Internetpräsenz www.weimarer-republik.net entwickeln wir zur zentralen Plattform für dieses Thema.

Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Forschung und den wissenschaftlichen Diskurs zur Weimarer Republik zu för-dern. Deshalb planen wir die Schaffung eines Forschungs-verbunds.

Wir setzen uns dafür ein, dass mit einem „Haus der Demo-kratie“ in Weimar ein angemessener Erinnerungsort für die Weimarer Republik entsteht. Gleiches gilt für Schwarzburg als Ort der Verfassungsunterzeichnung.

Broschüre des Weimarer Republik e.V. (© Weimarer Republik e.V.)

Broschüre des Weimarer Republik e.V.

Der Weimarer Republik e.V. erlebt seit seiner Gründung im Februar 2013 eine dynamische, zuweilen rasante Entwicklung. Eine Vielzahl an Projekten, Veranstaltungen und Vernetzungen ist bereits realisiert worden, befindet sich gerade in der Durchführung oder steht demnächst auf der Tagesordnung. Das hat in besonderem Maße mit dem bevorstehenden 100. Gründungsjubiläum der Weimarer Republik zu tun. Ab Herbst 2018 werden sich die Centennarien im Abstand von wenigen Monaten reihen. Im Vorfeld dieser Ereignisse hat der Verein nun eine Broschüre erarbeitet, die eine Bestandsaufnahme zum Thema Weimarer Republik und zu den aktuellen Projekten vornimmt. Auf 28 Seiten werden die Geschichte des Vereins, seine wichtigsten Akteure, die multimediale Wanderausstellung und die Ausstellung im Stadtmuseum Weimar vorgestellt. Weiterhin stehen das geplante Haus der Weimarer Republik direkt gegenüber vom Deutschen Nationaltheater sowie die anderen authentischen Orte der Nationalversammlung 1919 im Fokus. Erläutert werden zudem die verschiedenen Arbeitsbereiche des Vereins sowie das Wirken der 2016 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena eingerichteten Forschungsstelle Weimarer Republik.
Über diesen Link können Sie die Broschüre als pdf-Dokument herunterladen:

Broschüre

Für ein gedrucktes Exemplar der Broschüre, senden Sie bitte eine Nachricht an verein@weimarer-republik.net.

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Mitmachen

Hier können Sie sich die Satzung des Vereins und eine Beitrittserklärung als pdf-Datei herunterladen. Sie sind herzlich dazu eingeladen, im Verein mitzuwirken.

Glossar

Abkürzungs- und Siglenverzeichnis der verwendeten Literatur:

BihlBihl, Wolfdieter, Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918. Chronik - Daten - Fakten, Wien 2010.
BüttnerBüttner, Ursula, Weimar. Die überforderte Republik 1918-1933, Stuttgart 2008.
DDPGerman Democratic Party
Ebert/Wienecke-JanzEbert, Johannes/Wienecke-Janz, Detlef, Die Chronik. Geschichte des 20. Jahrhunderts bis heute, Gütersloh/München 2006.
EtzoldEtzold, Hans-Rüdiger, Der Käfer II. Die Käfer-Entwicklung von 1934 bis 1982 vom Urmodell zum Weltmeister, Stuttgart 1989.
GrüttnerGrüttner, Michael, Das Dritte Reich 1933-1945 (= Bd. 19, Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte), Stuttgart 2014.
HildebrandHildebrand, Klaus, Das Dritte Reich, 7. Aufl., München 2010.
KittelKittel, Erich, Novembersturz 1918. Bemerkungen zu einer vergleichenden Revolutionsgeschichte der deutschen Länder, in: Blätter für deutsche Landesgeschichte 104 (1968), S. 42-108.
KolbKolb, Eberhard, Die Weimarer Republik, 7. durchges. und erw. Aufl., München 2010.
NiedhartNiedhart, Gottfried, Die Außenpolitik der Weimarer Republik, 2. aktualisierte Aufl., München 2010.
Overesch/SaalOveresch, Manfred/Saal, Friedrich Wilhelm, Die Weimarer Republik, Eine Tageschronik der Politik, Wissenschaft Kultur, Augsburg 1992.
PeukertPeukert, Detlef, Die Weimarer Republik. Krisenjahre der Klassischen Moderne, Frankfurt a.M. 1987.
TofahrnTofahrn, Klaus W., Chronologie des Dritten Reiches. Ereignisse, Personen, Begriffe, Darmstadt 2003.
WinklerWinkler, Heinrich-August, Weimar 1918-1933. Die Geschichte der Ersten deutschen Demokratie, München 1993.
WirschingWirsching, Andreas, Die Weimarer Republik. Politik und Gesellschaft, 2. erw. Aufl., München 2010.
[AB]August Baudert: Sachsen-Weimars Ende. Historische Tatsachen aus sturmbewegter Zeit, Weimar 1923.
[AS]Axel Schildt: Die Republik von Weimar. Deutschland zwischen Kaiserreich und „Drittem Reich“ (1918-1933), hrsg. von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Erfurt 2009.
[BauerBauer, Kurt, Nationalsozialismus. Ursprünge, Anfänge, Aufstieg und Fall, u.a. Wien 2008.
[DNV]Die Deutsche Nationalversammlung im Jahre 1919 in ihrer Arbeit für den Aufbau des neuen deutschen Volksstaates, hrsg. v. Ed.[uard] Heilfron, Bd. 1 bis 6, Berlin [1919].
[EK]Eberhard Kolb: Die Weimarer Republik, 3. überarb. u. erw. Aufl., München 1993.
[GG]Gitta Günther: Weimar-Chronik. Stadtgeschichte in Daten. Dritte Folge: März 1850 bis April 1945 (Weimarer Schriften, Heft 33), Weimar 1987.
[Kessler Tgbb]Harry Graf Kessler. Tagebücher 1918-1937, hrsg. von Wolfgang Pfeiffer-Belli, Frankfurt a. M und Leipzig 1996.
[O/S]Manfred Overesch/ Friedrich Wilhelm Saal: Die Weimarer Republik. Eine Tageschronik der Politik, Wirtschaft, Kultur, Düsseldorf 1992.
[PK]Paul Kaiser: Die Nationalversammlung 1919 und die Stadt Weimar (Weimarer Schriften, Heft 16), Weimar 1969.
[PM]Paul Messner: Das Deutsche Nationaltheater Weimar. Ein Abriß seiner Geschichte. Von den Anfängen bis Februar 1945 (Weimarer Schriften, Heft 17), Weimar 1985.
[ThHB]Thüringen-Handbuch. Territorium, Verfassung, Parlament, Regierung und Verwaltung in Thüringen 1920 bis 1995, hrsg. von Bernhard Post und Volker Wahl, Redaktion Dieter Marek (Veröffentlichungen aus Thüringischen Staatsarchiven, Bd. 1), Weimar 1999.
[UB]Ursula Büttner: Weimar. Die überforderte Republik 1918-1933. Leistungen und Versagen in Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur, Stuttgart 2008.
[VU]Volker Ullrich: Die Revolution von 1918/19, München 2009.

(zusammengestellt von Dr. Jens Riederer und Christine Rost, bearbeitet von Stephan Zänker)