Die Weimarer Republik – Deutschlands erste Demokratie

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Personen - Who is who der Weimarer Republik

Reichskanzler

Als Reichskanzler wurden in der Weimarer Republik die Regierungschefs bezeichnet. Ursprünglich war mit "Reichsministerpräsident" ein anderer Titel vorgesehen, der die gleiche Machtfülle wie die Ministerpräsidenten der Länder symbolisieren sollte. Doch diese Bezeichnung setzte sich nicht durch. Bereits im August 1919 wurde wieder der Titel "Reichskanzler" verwendet, der bereits im Kaiserreich geläufig war. Das Amt erlebte aufgrund der politischen Wirren einen häufigen Wechsel, zumal es im Vergleich zum heutigen Bundeskanzler deutlich schwächer aufgestellt war, insbesondere im Verhältnis zum Reichspräsidentem.

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Philipp Scheidemann

(© Bundesarchiv Bild 146-1979-122-29A)

1865-1939

  • Volksbeauftragter in der Novemberrevolution
  • 1919 Reichsministerpräsident (Reichskanzler)
  • Oberbürgermeister von Kassel

Philipp Scheidemann gehörte zu den profiliertesten Sozialdemokraten in der Anfangsphase der Weimarer Republik. Im Oktober 1918 trat er in das letzte kaiserliche Kabinett ein. Am 9. November rief er vom Balkon des Berliner Schlosses die Republik aus und kam damit Karl Liebknecht zuvor. Zunächst arbeitete er im Rat der Volksbeauftragten mit. Im Februar 1919 wurde der zum Reichsministerpräsidenten einer Koalition aus SPD, DDP und Zentrum gewählt. In seiner Regierungszeit gab es erhebliche Unruhen und Streiks im Land. Das Kabinett zerbrach schließlich an den harten Friedensbedingungen der Alliierten, aus Protest dagegen trat auch Scheidemann im Juni 1919 zurück. Er blieb weiterhin politisch aktiv, u.a. als Reichstagsabgeordneter und Oberbürgermeister von Kassel. 1921 wurde er Opfer eines Blausäureattentats, das er jedoch überlebte. 1933 floh er ins Ausland, wo er 1939 starb.

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Gustav Bauer

(© Bundesarchiv Bild 183-J0113-0500-001)

1870-1944

  • Staatssekretär in der letzten kaiserlichen Regierung
  • Reichskanzler von 1919 bis 1920
  • Reichsminister in den Kabinetten Scheidemann und Müller

Gustav Bauer gehörte dem rechten Flügel der SPD an und stützte die Burgfriedenspolitik. Im Oktober 1918 trat er als Staatssekretär in das Kabinett Max von Baden ein. Im Februar 1919 wurde er im Kabinett Scheidemann Reichsarbeitsminister. Als die Regierung im Juni am Versailler Vertrag zerbrach, wurde Bauer Reichsministerpräsident (ab August 1919: Reichskanzler). In dieser Funktion setzte er die Übertragung der Eisenbahnen auf das Reich und die Reichsfinanzreform durch. Allerdings blieb seine Politik umstritten. Nach dem Kapp-Putsch musste er seinen Hut nehmen, weil die SPD das Vertrauen in ihn verloren hatte. Mitte der 1920er Jahre wurde er wegen des Barmat-Skandals kurzzeitig aus der SPD ausgeschlossen. Danach zog er sich ins Privatleben zurück.

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Hermann Müller

(© Bundesarchiv Bild 146-1979-122-28A)

1876-1931

  • Reichsaußenminister 1919 bis 1920
  • Reichskanzler 1920 und 1928-1930
  • Vorsitzender der SPD und der SPD-Reichstagsfraktion

Hermann Müller gehörte vor dem Ersten Weltkrieg zur Parteimitte innerhalb der SPD. Durch seine umfangreichen Sprachkenntnisse fungierte er als eine Art "Außenminister" und pflegte gute Kontakte zu anderen sozialistischen Parteien. Allerdings scheiterte er mit seinen Verständigungsbemühungen im Sommer 1914. Danach stieß er zum rechten Flügel der SPD. In der Novemberrevolution war er Mitglied des Vollzuugsrates der Arbeiter- und Soldatenräte und setzte hier die Wahlen zur Nationalversammlung durch. Nach dem Rücktritt des Kabinetts Scheidemann wurde Müller Reichsaußenminister und nach dem Kapp-Putsch kurzzeitig Reichskanzler. Von 1920 bis 1928 führte er die SPD-Reichstagsfraktion. Danach wurde er erneut Reichskanzler, konnte aber die verschiedenen Interessenlagen in der Großen Koalition nicht überbrücken. Ein Jahr nach dem Aus der Regierung starb Hermann Müller

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Constantin Fehrenbach

(© Bundesarchiv Bild 146-2007-0187)

1852-1926

  • 1918 Präsident des Deutschen Reichstages
  • 1919 Präsident der Nationalversammlung
  • 1920-1921 Reichskanzler

Der Jurist Constantin Fehrenbach engagierte sich zunächst in der Lokal- und Regionalpolitik seiner Heimat Baden, bevor er 1903 für die Zentrumspartei Mitglied des Reiochstags wurde. Berühmtheit erlangte er 1913 durch eine mutige Rede für einen Verfassungsstaat und gegen das Militär als "Staat im Staate". Im Juni 1918 wurde er zum Reichstagspräsidenten gewählt. In der Novemberrevolution versuchte er, den gewählten Reichstag erneut einzuberufen, scheiterte damit jedoch am Veto des Rates der Volksbeauftragten. Im Februar 1919 wurde er zum Präsidenten der Nationalversammlung gewählt. Nach den Wahlen von 1920 übernahm er das Amt des Reichskanzlers, das er jedoch ein Jahr später wieder aufgab. Er protestierte entschieden gegen die politischen Morde rechtsextremer Gruppen und engagierte sich im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold.

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Joseph Wirth

(© Bundesarchiv Bild 146III-105)

1879-1956

  • 1920/21 Reichsfinanzminister
  • 1921/22 Reichskanzler
  • aktiver Gegner des Nationalsozialismus

Joseph Wirth war prominenter Vertreter des linken Flügels der Zentrumspartei. Er begrüßte die Novemberrevolution und brachte sich aktiv in die Gestaltung der Weimarer Republik ein. Nach dem Rücktritt Matthias Erzbergers wurde er zum Reichsfinanzminister berufen und arbeitete sich in die Reparationsthematik ein. 1921 wurde er mit 41 Jahren von Friedrich Ebert zum Reichskanzler berufen, nach dem Rücktritt des Kabinetts im Jahr darauf noch einmal. Wirth galt als Erfüllungspolitiker, der versuchte, eine Einigung mit den Siegermächtedn zu erreichen. Zugleich knüpfte er durch den Vertrag von Rapallo Bande mit der jungen Sowjetunion. Nach dem Mord an Walter Rathenau sprach er die berühmten Worte: "Der Feind steht rechts!" Engagiert setzte er sich gegen die Rechtswendung der Zentrumspartei ein, unterlag jedoch und ging 1933 ins Exil. Nach dem Krieg plädierte er für eine Wiedervereinigung Deutschlands und unterhielt enge Kontakte zur DDR.

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Wilhelm Cuno

(© Bundesarchiv Bild 183-2002-0625-505)

1876-1933

  • Chef der Reederei HAPAG
  • 1922/23 Reichskanzler
  • konnte Hyperinflation nicht stoppen

Wilhelm Cuno startete zunächst eine Karriere in der Verwaltung. Im Ersten Weltkrieg war er in der Reichsgetreidestelle tätig und beschäftigte sich mit der deutschen Handelsflotte. Der Großreeder Albert Ballin holte ihn 1918 zur HAPAG, nach dessen Selbstmord trat Cuno die Nachfolge als Generaldirektor an. Seine guten Kontakte nach Amerika halfen ihm bei der Neuaufstellung der HAPAG und machten ihn auch für die Politik interessant. Nachdem er mehrmals Ministerämter abgelehnt hatte, berief ihn 1922 Friedrich Ebert zum Reichskanzler eines konservativ-wirtschaftsliberalen Kabinetts, das sich überparteilich sah, aber von einer Mehrheit im Reichstag getragen wurde. Als 1923 französische Truppen das Ruhrgebiet besetzten, rief Cuno zum passiven Widerstand auf, der fast zum Staatsbankrott führte. Die galoppierende Inflation und innere Unruhen zwangen ihn schließlich zum Rücktritt. Cuno zog sich ins Wirtschaftsleben zurück.

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Gustav Stresemann

(© Archiv des Liberalismus)

1878-1929

  • Mitbegründer der Deutschen Volkspartei
  • Reichskanzler im Krisenjahr 1923
  • Reichsaußenminister und Friedensnobelpreisträger

Gustav Stresemann war Mitbegründer der rechtsliberalen Deutschen Volkspartei. Aus dem anfänglichen Gegner der Republik entwickelte sich eine ihrer wichtigsten Stützen. Als Reichskanzler im Krisenjahr 1923 bewahrte er sie vor dem Untergang. Und als Außenminister sorgte er für einen Ausgleich mit Frankreich, wofür er 1926 den Friedensnobelpreis erhielt. Sein früher Tod 1929 bedeutete einen großen Verlust für die Demokratie.

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Hans Luther

(© Bundesarchiv, Bild 146-2002-007-34)

1879-1962

  • Reichsfinanzminister 1923-1925
  • Reichskanzler 1925-1926
  • Reichsbankpräsident 1930-33

Der Jurist Hans Luther begann seine politische Karriere als Kommunalpolitiker und wurde erst in den Magistrat der Stadt Charlottenburg, später in den Magistrat der Stadt Magdeburg gewählt. Im Sommer 1918 wurde er Oberbürgermeister der Stadt Essen. In seiner Zeit als Oberbürgermeister bewies er sein politisches Geschick und empfahl sich dadurch für die Reichspolitik. Ende 1922 übernahm er im Kabinett Wilhelm Cuno das Amt des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft, das er zunächst auch unter Reichskanzler Gustav Stresemann inne hatte. Im Zuge der Kabinettsumformung im Oktober 1923 wurde er zum Reichsfinanzminister ernannt. In dieser Funktion hatte er zusammen mit Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht und Karl Helfferich maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Währungsreform und der Beendigung der Hyperinflation. Im Dezember 1924 wurde Luther mit der Regierungsbildung beauftragt, nachdem die Sondierungen unter dem bisherigen Reichskanzler Wilhelm Marx gescheitert waren. Luther bildete ein Kabinett unter der Beteiligung der bürgerlichen Parteien (Zentrum, BVP, DVP und DDP) – erstmals ist auch die rechtsnationale DNVP in einer Regierungskoalition vertreten. Anfänglich agierte Luther durchaus erfolgreich. Die Außen- und Handelsbeziehungen mit den einstigen Kriegsgegnern entspannten sich und die deutsche Wirtschaft prosperierte. Die Flaggenverordnung vom Mai 1926 sollte seine Kanzlerschaft aber vorzeitig beenden. Die Verordnung, die auf Wunsch der Reichsregierung vom Reichspräsidenten erlassen wurde, sah vor, dass die diplomatischen und konsularischen Vertretungen im Ausland neben der schwarz-rot-goldenen Reichsflagge auch die schwarz-weiß-rote Handelsflagge (mit schwarz-rot-goldener Gösch) hissen dürfen. Dies rief vehemente Proteste der prorepublikanischen Kräfte im Reich hervor. Luther trat schließlich zurück, nachdem ein Missbilligungsantrag der DDP gegen die Reichsregierung im Reichstag Erfolg hatte. In der Folgezeit zog sich Luther zunächst aus der aktiven Politik zurück. 1930 wurde er zum Reichsbankpräsidenten ernannt und behielt dieses Amt bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten inne. Von 1933 bis 1937 wurde Luther Botschafter des Deutschen Reiches in den USA. In der Nachkriegszeit machte sich Luther beim Aufbau und der Neugliederung des bundesrepublikanischen Bankenwesens verdient.

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Wilhelm Marx

(© Bundesarchiv Bild 146-1973-011-02)

1863-1946

  • Mitglied der Nationalversammlung und des Reichstages
  • Fraktionsvorsitzender des Zentrums
  • Parteivorsitzender des Zentrums
  • Reichskanzler 1923-1924 und 1926-1928
  • Ministerpräsident Preußens Februar-März 1925

Der Jurist Marx begann seine politische Karriere im Kaiserreich, trat in die Zentrumspartei ein und wurde 1910-1918 Reichstagsmitglied. Als erfahrener Politiker wurde er nach der Novemberrevolution in die Nationalversammlung und den Reichstag gewählt. Anfang der zwanziger Jahre strebte er den Rückzug aus der aktiven Politik an. Da die Zentrumspartei jedoch in kurzer Zeit mit Erzberger und Trimborn zwei zentrale Führungspersönlichkeiten verlor, entschied er sich für die Fortsetzung seines politischen Engagements. Zunächst wurde er mit dem Vorsitz über die Reichstagsfraktion und die Partei ausgestattet, im Krisenjahr 1923 übernahm er das Amt des Reichskanzlers und behielt es bis 1924 inne. Bei der Reichspräsidentenwahl 1925 unterlag er im zweiten Wahlgang nur knapp Paul von Hindenburg. 1926-1928 wurde er erneut zum Reichskanzler und war damit der Reichskanzler mit der längsten Dienstzeit in der Weimarer Republik. Dabei kam ihm vor allem seine vermittelnde und ausgleichende Persönlichkeit zugute, die bei vielen Entscheidungsprozessen von entscheidender Bedeutung war.

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Heinrich Brüning

(© Bundesarchiv Bild 183-1989-0630-504)

1885-1970

  • Mitglied des Reichstages
  • Fraktionsvorsitzender des Zentrums
  • Reichskanzler 1930-1932

Brüning begann seine politische Karriere in der Weimarer Republik als Sozialpolitiker und Gewerkschafter.  Als Geschäftsführer des Christlichen Deutschen Gewerkschaftsbundes beteiligte er sich aktiv an der Organisation des "passiven Widerstands" im Ruhrkampf.  Ab 1924 sitzt Brüning im Reichstag und wird 1929 zum Fraktionsvorsitzenden des Zentrums gewählt. Nachdem die Große Koalition unter Reichskanzler Müller 1930 gescheitet war, übernahm Brüning das Amt des Reichskanzlers und setzte eine Minderheitenregierung ein. Dies war zugleich der Beginn der Präsidialkabinette, die am Reichstag vorbei, allein auf Basis der Befugnisse des Reichspräsidenten regierten und Gesetzte erließen. In Zeiten der wirtschaftlichen Krise, versuchte er der Rezession mit seiner Deflationspolitik zu begegnen. Letztlich verlor Brüning das Vertrauen des Reichspräsidenten Hindenburg. Daraufhin kam es zu einer Abfolge von Präsidialkabinetten, die mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten endete.

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Franz von Papen

(© Bundesarchiv Bild 102-13534)

1879-1969

  • Deutscher Offizier, zuletzt Oberstleutnant
  • Militärattaché in Washington 1913-1915
  • Reichskanzler 1932
  • Wegbereiter Adolf Hitlers

Franz von Papen entstammte dem katholischen Adelsgeschlechts von Papen aus Westfalen. Auf eigenen Wunsch hin begann er eine Militärausbildung in einer Kadettenschule. 1913 trat er als Militärattaché in Washington D.C. den diplomatischen Dienst ein. Nach dem Beginn des Krieges beteiligte er sich auf Befehl der Reichsleitung an Spionage- und Sabotageakten, weshalb er auf Druck der amerikanischen Regierung von seinem Posten 1915 abgezogen wurde. Nach seiner Heimkehr kämpfte er zunächst als Offizier an der Westfront, wurde jedoch später in den Nahen Osten versetzt. Mit der Beendigung des Krieges beendete er zugleich seine militärische Laufbahn und begann sein politisches Engagement. Als Vertreter des rechten-monarchischen Flügels des Zentrums war er 1921-1932 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses. Bei der Reichspräsidentenwahl 1925 trat er nicht für seinen Parteikollegen Marx ein, sondern sprach sich für den Kandidaten Hindenburg aus. Dies isolierte ihn innerhalb seiner eigenen Partei. Auf Vorschlag Schleichers wurde Papen 1932 von Hindenburg mit der Regierungsbildung beauftragt. Im November 1932 scheiterten seine Pläne den Reichstag auf unbestimmte Zeit aufzulösen und eine neue Verfassung zu erlassen an dem Widerstand des Reichswehrministers Schleicher. Schleicher gelang es Hindenburg von seiner Position zu überzeugen und wurde nach dem Rücktritt Papens selbst zum Reichskanzler. Anschließend nutzte Papen wiederum seine Kontakte zum Reichspräsidenten Hindenburg um für die Kanzlerschaft Hitlers zu werben. Im Kabinett Hitler wurde Papen 1933 zum stellvertretenden Reichskanzler.

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Kurt von Schleicher

(© Bundesarchiv Bild 136-B0228)

1882-1934

  • Deutscher Offizier, zuletzt General der Infanterie
  • Reichskanzler 1932-1933

Schleicher wurde 1882 als Sohn des adligen preußischen Offiziers Hermann von Schleicher in Brandenburg geboren. Er begann ebenso wie sein Vater eine militärische Laufbahn in der preußischen Armee. Im Gefolge seines Mentors Wilhelm Groener wurde er 1914 ins Kriegsamt berufen. 1917 wurde er an die galizische Front versetzt. Aufgrund seiner Nähe zu Groener und dessen Pakt mit Friedrich Ebert, arrangierte sich Schleicher mit der neuen Ordnung nach der Novemberrevolution. Schleicher wurde 1919 ins Reichswehrministerium versetzt und wurde dort zu einem engen Mitarbeiter Hans von Seeckts. Durch die Umbildung seiner Wehrmachtsabteilung in ein Ministeramt stieg Schleicher in den Rang eines beamten Staatssekretärs auf. 1932 nutzte er seine Kontakte in das Reichspräsidentenpalais, um erst Papen und anschließend sich selbst zum Reichskanzler ernennen zu lassen. Seine Versuche die Nationalsozialisten zu einer Regierungsbeteiligung zu bewegen scheiterten jedoch. Nach geheimen Gesprächen zwischen Hindenburg, Papen und Hitler zur Ernennung Hitlers zum Reichskanzler, trat Schleicher Ende Januar 1933 zurück und empfahl Hitler als neuen Reichskanzler.

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Ein Projekt des Weimarer Republik e.V. mit freundlicher Unterstützung

Glossar

Abkürzungs- und Siglenverzeichnis der verwendeten Literatur:

ADGBAllgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund
AEGAllgemeine Elektricitäts-Gesellschaft
AfA-BundGeneral Free Federation of Employees
AVUSAutomobil-Verkehrs- und Übungsstraße
BMWBayrische Motorenwerke
BRTBruttoregistertonne
BVPBayerische Volkspartei
CenterZentrumspartei
DAPDeutsche Arbeiterpartei
DDPDeutsche Demokratische Partei
DNTDeutsches Nationaltheater
DNVPDeutsch-Nationale Volkspartei
DVPDeutsche Volkspartei
KominternCommunist International
KPDKommunistische Partei Deutschlands
KVPKonservative Volkspartei
MSPDMehrheitssozialdemokratische Partei Deutschlands
NSNationalsozialismus
NSDAPNationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei; Nazipartei
NVNationalversammlung
O.C.Organization Consul
OHLOberste Heeresleitung
RMReichsmark
SASturmabteilung; Brownshirts
SPDSozialdemokratische Partei Deutschlands
SSSchutzstaffel
StGBPenal Code
UfAUniversum Film Aktiengesellschaft
USPDUnabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands
VKPDVereinigte Kommunistische Partei Deutschlands
ZentrumDeutsche Zentrumspartei
[AB]August Baudert: Sachsen-Weimars Ende. Historische Tatsachen aus sturmbewegter Zeit, Weimar 1923.
[AS]Axel Schildt: Die Republik von Weimar. Deutschland zwischen Kaiserreich und „Drittem Reich“ (1918-1933), hrsg. von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Erfurt 2009.
[BauerBauer, Kurt, Nationalsozialismus. Ursprünge, Anfänge, Aufstieg und Fall, u.a. Wien 2008.
[BihlBihl, Wolfdieter, Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918. Chronik - Daten - Fakten, Wien 2010.
[BüttnerBüttner, Ursula, Weimar. Die überforderte Republik 1918-1933, Stuttgart 2008.
[DNV]Die Deutsche Nationalversammlung im Jahre 1919 in ihrer Arbeit für den Aufbau des neuen deutschen Volksstaates, hrsg. v. Ed.[uard] Heilfron, Bd. 1 bis 6, Berlin [1919].
[Ebert/Wienecke-JanzEbert, Johannes/Wienecke-Janz, Detlef, Die Chronik. Geschichte des 20. Jahrhunderts bis heute, Gütersloh/München 2006.
[EK]Eberhard Kolb: Die Weimarer Republik, 3. überarb. u. erw. Aufl., München 1993.
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[GG]Gitta Günther: Weimar-Chronik. Stadtgeschichte in Daten. Dritte Folge: März 1850 bis April 1945 (Weimarer Schriften, Heft 33), Weimar 1987.
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[HildebrandHildebrand, Klaus, Das Dritte Reich, 7. Aufl., München 2010.
[Kessler Tgbb]Harry Graf Kessler. Tagebücher 1918-1937, hrsg. von Wolfgang Pfeiffer-Belli, Frankfurt a. M und Leipzig 1996.
[KittelKittel, Erich, Novembersturz 1918. Bemerkungen zu einer vergleichenden Revolutionsgeschichte der deutschen Länder, in: Blätter für deutsche Landesgeschichte 104 (1968), S. 42-108.
[KolbKolb, Eberhard, Die Weimarer Republik, 7. durchges. und erw. Aufl., München 2010.
[NiedhartNiedhart, Gottfried, Die Außenpolitik der Weimarer Republik, 2. aktualisierte Aufl., München 2010.
[O/S]Manfred Overesch/ Friedrich Wilhelm Saal: Die Weimarer Republik. Eine Tageschronik der Politik, Wirtschaft, Kultur, Düsseldorf 1992.
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[PeukertPeukert, Detlef, Die Weimarer Republik. Krisenjahre der Klassischen Moderne, Frankfurt a.M. 1987.
[PK]Paul Kaiser: Die Nationalversammlung 1919 und die Stadt Weimar (Weimarer Schriften, Heft 16), Weimar 1969.
[PM]Paul Messner: Das Deutsche Nationaltheater Weimar. Ein Abriß seiner Geschichte. Von den Anfängen bis Februar 1945 (Weimarer Schriften, Heft 17), Weimar 1985.
[ThHB]Thüringen-Handbuch. Territorium, Verfassung, Parlament, Regierung und Verwaltung in Thüringen 1920 bis 1995, hrsg. von Bernhard Post und Volker Wahl, Redaktion Dieter Marek (Veröffentlichungen aus Thüringischen Staatsarchiven, Bd. 1), Weimar 1999.
[TofahrnTofahrn, Klaus W., Chronologie des Dritten Reiches. Ereignisse, Personen, Begriffe, Darmstadt 2003.
[UB]Ursula Büttner: Weimar. Die überforderte Republik 1918-1933. Leistungen und Versagen in Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur, Stuttgart 2008.
[VU]Volker Ullrich: Die Revolution von 1918/19, München 2009.
[WinklerWinkler, Heinrich-August, Weimar 1918-1933. Die Geschichte der Ersten deutschen Demokratie, München 1993.
[WirschingWirsching, Andreas, Die Weimarer Republik. Politik und Gesellschaft, 2. erw. Aufl., München 2010.

(zusammengestellt von Dr. Jens Riederer und Christine Rost, bearbeitet von Stephan Zänker)