Die Weimarer Republik – Deutschlands erste Demokratie

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Buntes Programm am 31. Juli

Blick in die Ausstellung im Haus der Weimarer Republik (© Foto: Candy Welz)

Am 31. Juli 2019, vor genau einem Jahr, wurde das Haus der Weimarer Republik am Theaterplatz eröffnet. Das Datum war nicht zufällig gewählt, denn 100 Jahre zuvor hatten die Abgeordneten im Deutschen Nationaltheater die Weimarer Reichsverfassung verabschiedet. „Für uns ist das gleich ein doppelter Grund zum Feiern, natürlich mit Abstand“, erklärt Prof. Michael Dreyer, Vorsitzender des Weimarer Republik e.V. Der Verein hat daher in enger Kooperation mit der Stadt Weimar für den 31. Juli ein buntes Programm vorbereitet, das an mehreren Orten in der Stadt erlebt werden kann.
Zunächst ist an diesem Tag der Eintritt im Haus der Weimarer Republik für alle Besucher frei. Zusätzlich wurden die Öffnungszeiten auf 10 bis 20 Uhr verlängert. Da aufgrund der Corona-Pandemie nur eine begrenzte Personenzahl eingelassen werden kann, ist jedoch mit Wartezeiten zu rechnen.

Im Haus wird es über den ganzen Tag hinweg besondere Angebote geben: Um 10 Uhr findet die offizielle Eröffnung mit Bürgermeister Ralf Kirsten, kostümierten Schauspielern und 20er-Jahre-Musik statt. Um 11 Uhr, 12 Uhr, 14 Uhr, 15 Uhr und 16 Uhr gibt es Führungen durch die Dauer-ausstellung. Gegen 13 Uhr informieren Beigeordnete Dr. Claudia Kolb und Prof. Michael Dreyer über den aktuellen Stand beim Erweiterungsbau für das Haus der Weimarer Republik. Ab 14 Uhr gibt es im Künstlergarten Musik mit dem Markus-Müller-Trio. Für 17 Uhr ist eine Talkrunde mit Prof. Michael Dreyer, Dr. Andreas Braune, Prof. Franz Josef Düwell und Christian Faludi geplant, sie diskutieren über den ersten Geburtstag der Weimarer Republik vor 100 Jahren und was das „Geburtstagskind“ bis dahin bereits erlebt hatte. Ab 20 Uhr ist dann die 20er-Jahre-Band „Evas Apfel Musik“ live im Künstlergarten zu erleben.

Auch an drei weiteren Orten in Weimar wird am 31. Juli etwas los sein. Schauspieler treten zu verschiedenen Zeiten auf und stellen in der Öffentlichkeit kurze Szenen dar: Friedrich Ebert und die Abgeordnete Marie Juchacz sind um 11 Uhr auf dem Theaterplatz, um 14 Uhr auf dem Platz der Demokratie und um 17 Uhr auf dem Goetheplatz zu erleben. Ein Regierungsrat und eine Spartakistin treten um 11.30 Uhr auf dem Theaterplatz, um 14.30 Uhr auf dem Platz der Demokratie und um 17.30 Uhr auf dem Goetheplatz in Aktion. Und der amerikanische Journalist Gordon Stiles trifft eine Weimarer Marktfrau – um 12 Uhr auf dem Theaterplatz, um 15 Uhr auf dem Platz der Demokratie und um 18 Uhr auf dem Goetheplatz. Zusätzlich gibt es kurze musikalische Einlagen im Stil der 20er Jahre mit „Evas Apfel Musik“, und zwar um 13.30 Uhr und 14.30 Uhr auf dem Theaterplatz, um 15.30 Uhr auf dem Platz der Demokratie und um 16.30 Uhr auf dem Goetheplatz. Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei, auf Abstand ist bitte zu achten.

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Ein Projekt des Weimarer Republik e.V. mit freundlicher Unterstützung

Glossar

Abkürzungs- und Siglenverzeichnis der verwendeten Literatur:

ADGBAllgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund
AEGAllgemeine Elektricitäts-Gesellschaft
AfA-BundGeneral Free Federation of Employees
AVUSAutomobil-Verkehrs- und Übungsstraße
BMWBayrische Motorenwerke
BRTBruttoregistertonne
BVPBayerische Volkspartei
CenterZentrumspartei
DAPDeutsche Arbeiterpartei
DDPDeutsche Demokratische Partei
DNTDeutsches Nationaltheater
DNVPDeutsch-Nationale Volkspartei
DVPDeutsche Volkspartei
KominternCommunist International
KPDKommunistische Partei Deutschlands
KVPKonservative Volkspartei
MSPDMehrheitssozialdemokratische Partei Deutschlands
NSNationalsozialismus
NSDAPNationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei; Nazipartei
NVNationalversammlung
O.C.Organization Consul
OHLOberste Heeresleitung
RMReichsmark
SASturmabteilung; Brownshirts
SPDSozialdemokratische Partei Deutschlands
SSSchutzstaffel
StGBPenal Code
UfAUniversum Film Aktiengesellschaft
USPDUnabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands
VKPDVereinigte Kommunistische Partei Deutschlands
ZentrumDeutsche Zentrumspartei
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[AS]Axel Schildt: Die Republik von Weimar. Deutschland zwischen Kaiserreich und „Drittem Reich“ (1918-1933), hrsg. von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Erfurt 2009.
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[WirschingWirsching, Andreas, Die Weimarer Republik. Politik und Gesellschaft, 2. erw. Aufl., München 2010.

(zusammengestellt von Dr. Jens Riederer und Christine Rost, bearbeitet von Stephan Zänker)