Gysi und Teuteberg diskutieren
Am 23. Januar 2026 sind Gregor Gysi (Die Linke) und Linda Teuteberg (FDP) im Haus der Weimarer Republik zu Gast. Sie diskutieren über Freiheit und Sozialstaat.
Das Bestehen der Demokratie ist auch davon abhängig, dass es ein Mindestmaß an sozialer Absicherung gibt. Sie stellt die Voraussetzung für demokratische Teilhabe dar. Insofern ist die soziale Marktwirtschaft ein wichtiger Faktor in unserer Gesellschaft. Andererseits kann Sozialpolitik paternalistisch wirken, Freiheiten unnötig einschränken und wirtschaftliche Dynamik hemmen. Dieses Spannungsfeld tritt in Krisenzeiten ganz besonders hervor, es prägt daher unsere aktuellen politischen Debatten. Ob es um die Sozialversicherung, das Bürgergeld oder den Abbau von Bürokratie geht: Sehr schnell entsteht die Frage, welche Werte unsere Demokratie prägen sollen. Sind soziale Absicherung und staatliche Verteilung wichtiger als unternehmerische Freiheit und wirtschaftliche Dynamik? Oder wird hier gar ein Gegensatz eröffnet, den es in dieser Ausprägung gar nicht gibt?
Über diese Fragen diskutieren im Haus der Weimarer Republik zwei herausragende Persönlichkeiten des politischen Lebens, die das Thema aus sehr unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Gregor Gysi ist Rechtsanwalt und einer der bekanntesten Politiker unseres Landes. Über viele Jahre prägte er in verantwortlicher Position die PDS bzw. die Linke und erwarb sich dabei Respekt auch in anderen politischen Lagern. Er ist nach wie vor Mitglied des Bundestages und aktuell Alterspräsident. Sein Wort hat Gewicht in der Öffentlichkeit, dabei setzt er sich vehement für eine Stärkung des Sozialstaates ein. Linda Teuteberg ist ebenfalls Rechtsanwältin, Mitglied des Bundesvorstandes der FDP und gehörte dem Bundestag und dem brandenburgischen Landtag an. Sie ist die bekannteste Stimme der Liberalen in Ostdeutschland und war 2019-2020 Generalsekretärin der FDP. Linda Teuteberg engagiert sich auch als stellvertretende Vorsitzende der bundesweiten Vereine Gegen Vergessen Für Demokratie und Ludwig-Erhard-Stiftung.. Sie plädiert entschieden für mehr Freiheit und Eigenverantwortung und gegen einen übergriffigen Staat.
Die Diskussionsveranstaltung findet am Freitag, dem 23. Januar 2026, um 19.30 Uhr im Forum für Demokratie des Hauses der Weimarer Republik statt. Die Moderation führt der Journalist Sebastian Haak. Der Eintritt ist frei, allerdings ist eine Anmeldung unter veranstaltungen@hdwr.de zwingend erforderlich. Dabei werden die Plätze in der Reihenfolge des Eingangs vergeben.
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