Vernetzung in Berlin
Mit einer Veranstaltung im Europa-Center in Berlin vertiefte der Weimarer Republik e.V. die Vernetzung in der Bundeshauptstadt.
In Weimar wurde 1919 die erste deutsche Demokratie gegründet, aber Berlin blieb Hauptstadt und war unbestrittener Mittelpunkt der Weimarer Republik. Hier wirkten nicht nur die Mächtigen der Politik, sondern auch unzählige Künstler, Schriftsteller und andere Kulturleute. Berlin war eine der wichtigsten Metropolen der Welt und setzte auf vielen Gebieten die Trends. Die Stadt war geprägt von Gegensätzen: von Reichtum und Armut, von Fortschritt und Reaktion, von kulturellem Aufbruch und tiefem Pessimismus. Die NS-Diktatur und der Zweite Weltkrieg haben viele Orte dieses faszinierenden Geschehens ausgelöscht. Dazu zählt auch das Romanische Café, der beliebteste Treffpunkt der Berliner Kulturszene, wo alle wichtigen Prominenten der Zeit verkehrten. Ab 1933 verfiel es in Dämmerschlaf, im Bombenhagel ging das Gebäude verloren. Heute steht hier, unweit der Gedächtniskirche, das Europa-Center. In einem Ladengeschäft im Erdgeschoss haben Enthusiasten einen Ausstellungsraum eingerichtet, der an das Café und an die blühende Kultur der Weimarer Republik erinnert.
In diese Szenerie luden der Weimarer Republik e.V. und AK-Zeitreisen am 10. Dezember zu einem Salonabend ein. Gekommen waren Freunde der Weimarer Republik, die sich für das damalige Geschehen in der Hauptstadt interessieren – aus Museen, Verwaltungen, Vereinen und kulturellen Initiativen. Sie vernetzten sich miteinander, informierten einander über ihre Aktivitäten und vereinbarten ein künftig engeres Zusammenwirken. In Berlin ist somit ein Netzwerk zur Weimarer Republik entstanden, das sicher bald Früchte tragen wird.

