Bundestag fasst Beschluss zur Demokratiegeschichte
Der Deutsche Bundestag hat in der vorigen Woche einen Beschluss zur Demokratiegeschichte gefasst, in dem auch die Stärkung des Hauses der Weimarer Republik als Ziel definiert wird.
„18. März – Tag der Demokratiegeschichte: Orte der Freiheit und Demokratie weiter stärken“, lautet der Titel eines Antrags der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD), den der Bundestag am Donnerstag, 19. März 2026, nach halbstündiger Aussprache mit der Mehrheit der Antragsteller bei Enthaltung der Oppositionsfraktionen AfD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke angenommen hat.
Nach dem Willen der Koalitionsfraktionen soll der Tag der Demokratiegeschichte aufgewertet werden. Union und SPD fordern die Bundesregierung in ihrem Antrag auf, den 18. März als einen zentralen jährlichen Tag zur Feier der deutschen Demokratie- und Freiheitsgeschichte zu würdigen und zu begehen. Die Organisation soll bei der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Orte der Demokratiegeschichte liegen. Darüber hinaus fordert der Antrag die Stärkung herausragender Orte der Demokratiegeschichte – auch in Weimar. Konkret fordert der Bundestag die Bundesregierung auf, die demokratiegeschichtliche Bedeutung des Nationaltheaters in Weimar
zusammen mit dem nahegelegenen Haus der Weimarer Republik in der Bevölkerung bekannter zu machen.
In ihrem Antrag erinnern die Koalitionsfraktionen an die Bedeutung des 18. März durch die Jahrhunderte für die deutsche Demokratiegeschichte. So sei am 18. März 1793 der rheinisch-deutsche Nationalkonvent zusammengetreten und habe die Mainzer Republik ausgerufen. Am 18. März 1848 sei es in Berlin anlässlich der Märzrevolution zu blutigen Straßenkämpfen gekommen, bei denen mehr als 250 Menschen im Kampf um politische Mitbestimmung und Grundrechte gestorben seien. Am 18. März 1920 sei der Kapp-Putsch gegen die junge Weimarer Republik endgültig gescheitert und am 18. März 1990 habe sich mit der ersten freien Volkskammerwahl die demokratische Selbstbestimmung der Deutschen in der damaligen DDR erfüllt.
Nähere Informationen zum beschlossenen Antrag gibt es hier

