Engagierte Debatte
Am 26. Mai diskutierten Anna-Lena von Hodenberg und Dr. Jenny Baumann über Wut und Widerstand.
Wut ist ein zutiefst menschliches Gefühl. Und in ihrer Wirkung sehr ambivalent: Einerseits kann sie notwendige Veränderungsprozesse anstoßen, gesellschaftliche Defizite sichtbar machen und Fortschritte beschleunigen. Andererseits ist sie oft wahllos in ihren Mitteln, führt sie zu Verletzungen und Frontenbildungen, steht sie Kompromissen und vernünftigen Entschlüssen entgegen. Ausdruck dieser Entwicklung ist der „Wutbürger“. Wie gehen wir als Gesellschaft mit öffentlichen Wutausbrüchen um? Muss die mediengestützte Wutausübung mit ihren Beschimpfungen, Verunglimpfungen und Gewaltdrohungen zurückgedrängt werden, um die Demokratie zu erhalten? Und wie ist der oftmals aus Wut gespeiste Widerstand gegen staatliche, demokratisch legitimierte Entscheidungen zu bewerten? Als notwendiges Korrektiv und zulässiges Instrument übergangener Minderheiten oder als Angriff auf die Demokratie?
Über diese Fragen diskutierten am 26. Mai im Haus der Weimarer Republik die Geschäftsführerin von HateAid, Anna-Lena von Hodenberg, und Dr. Jenny Baumann von der Bundestiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Die Veranstaltung war Teil der Reihe "Medien und Demokratie im Umbruch", die in Kooperation mit der Bauhaus-Universität Weimar durchgeführt wird. Die engagierte und fundierte Debatte zu Wut und Widerstand wurde aufgezeichnet und kann hier angeschaut werden:
https://www.youtube.com/@hausderweimarerrepublik2494/featured

